Evangelische Stadtkirchenarbeit Mainz
Pressetext zur Eröffnung des Gesamtprojektes - Ev. Öffentlichkeitsarbeit Mainz

Spannende Einblicke in den schöpferischen Kosmos

Neue Ausstellung mit Bildern von Bernd Zimmer in der ESG-Kirche eröffnet | Umfangreiches Begleitprogramm

Mainz. Ein stimmiges Gesamtprojektes bietet die neueröffnete Ausstellung mit Gemälden von Bernd Zimmer zum Thema Kosmos in der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) in Mainz. Die Stadtkirchenarbeit des Evangelischen Dekanats Mainz hat in Kooperation mit der ESG und der Universität die Ausstellung mit großem Begleitprogramm auf die Beine gestellt.

Himmlische Klänge zum Genießen, die ein Gefühl vermittelten für eine unendliche Weite, für Licht, das dunklen Weltraum erfüllt und sich ausbreitet: Mit diesem musikalischen Rahmen, gestaltet von der Jazzabteilung der Hochschule für Musik, wurden die Gäste der Vernissage eingestimmt auf die neue Ausstellung. Nicolas Hering am Flügel und Hannes Enders am Saxophon beeindruckten mit ihren Improvisationen zu den gezeigten Kosmos-Gemälden.

Wie geschaffen für den hohen, modernen Kirchenraum der evangelischen Studierendengemeinde scheinen die teils großformatigen, „farbexplosiven“ Werke von Bernd Zimmer, die bis 11. Dezember gezeigt werden. Sie treten in Dialog mit der Himmelsscheibe von Nebra und Texten berühmter Physiker, ergänzt durch ein informatives Vortrags- und Begleitprogramm.

Die Sterne, sie haben Menschen schon immer fasziniert. Nicht wenige geraten in Ehrfurcht beim Blick in den Nachthimmel, fragen nach dem Woher und Wohin, nach Beständigkeit und Wandel, und nach Gott, beschrieb Hochschulpfarrer Erich Ackermann. Die Schau soll ein Forum bieten - zum Betrachten, Nachdenken und für den Austausch, über Fächergrenzen hinweg.

Als weiterer Kooperationspartner stellte PD. Dr. Dr. Stefan Seit vom Arbeitsbereich Philosophie des Mittelalters der Johannes Gutenberg Universität die neue Ringvorlesung vor. In der Vortragsreihe mit dem Titel „Schöpferischer Kosmos“ werden Weltbilder und kosmologische Konzepte der Vergangenheit und Gegenwart betrachtet. Sie findet jeweils donnerstags um 18.15 Uhr statt, bis Dezember direkt in der ESG-Kirche. Zu Gast sind Referenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen, die sich damit beschäftigen, was Kosmos bedeutet und welche Ordnung und Gesetzmäßigkeiten darin erkennbar werden. Von Archäologie über Geographie und Geschichte bis zur Theologie reicht dabei die Bandbreite.

Hinzu kommen Info-Stelen und Lese-Orte in der Kirche, mit einigen Texten zum Vertiefen.

Den zeitlichen Rahmen, von Weltbildern aus der Frühzeit bis zur modernsten Forschung, nahm zur Eröffnung Rainer Beier, Pfarrer für Stadtkirchenarbeit, in den Blick, der das Projekt über Monate hinweg auf den Weg gebracht und verwirklicht hat. Fasziniert ist er von der Himmelsscheibe von Nebra als älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit, nach dem bisherigen Kenntnisstand. Als ein Schlüsselfund gilt sie daher für viele Disziplinen, da sie Einblicke gibt in das Wissen unserer Vorfahren, deren Sicht über den Weltenlauf und seine religiöse Deutung vor 3600 Jahren.
Gezeigt wird eine kostbare Replik, korrespondierend mit den Kosmos-Gemälden von Bernd Zimmer.

Im Interview mit Rainer Beier sprach der international renommierte Künstler über die Natur als großes Thema seines Schaffens und prägende Erfahrungen als Weltreisender. So hat ihn der Blick in den Nachthimmel über der Wüste oder über der Südsee zu Motiven inspiriert. Aus subjektiver Sicht widmet er sich möglichen Prozessen im All, vor allem der Entstehung. „Unendlicher Beginn“ heißt ein zentrales Werk, das im Altarraum gezeigt wird und vieles in sich vereint. An den Seitenwänden wird jeweils eine Trinität präsentiert, ergänzende Bilder gibt es auf der Empore zu sehen. „Im Anfang … Licht“, „Kollision“ oder „Expansion“ lauten einige der Titel. Was Bernd Zimmer beim Malen sehr schätzt ist das kontemplative Nachdenken über kosmische Zusammenhänge. Beeindruckt von seinem souveränen Farbauftrag in Fläche und Tiefe zeigte sich auch Rainer Beier: „Lassen Sie sich von den Kunstwerken einladen, sich in sie hinein zu vertiefen“, sagte er, „und sie in die Schatzkammer innerer Bilder aufzunehmen.“

Info: Ausstellung bis 10. Dezember 2016 in der ESG-Kirche, Am Gonsenheimer Spieß 1, Mainz. Öffnungszeiten: Mo-Fr, So 13-18 Uhr. Weitere Informationen zu Ausstellung und zum Begleitprogramm im Internet: www.mainz-evangelisch-stadtkirchenarbeit.de und bei Stadtkirchenpfarrer Rainer Beier, Tel. 06131 9600431, Mail: rainer.beier.dek.mainz@ekhn-net.de.


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