Evangelische Stadtkirchenarbeit Mainz
„Schöpferischer Kosmos“

Persönlicher Abschlußbericht von Pfarrer Rainer Beier

Initiator, Planer und Hauptdurchführender der COSMOS-Ausstellung bzw. des Gesamtprojektes –
dankend allen Partnern und Förderern - insbesondere Herrn PD. Dr. Dr. Seit (JGU ) und Herrn Hochschulpfarrer Ackermann (ESG-Mainz)

Die Besonderheiten dieses Vorhabens waren:

1. Der Dialog der ältesten bekannten Darstellung des Himmels aus menschlicher Hand, die „Himmelscheibe von Nebra“ in einer einmaligen Sonderanfertigung von Dietz-Repliken mit den farbexplosiven, teilweise überaus großformatigen COSMOS-Darstellungen des international renommierten Künstlers Bernd Zimmer ( u.a. schon 2x im „MoMA“, Museum of Modern Art, New York).

2. Neben dem eigenen Begleitprogramm (Vorträge, Konzerte, Filme, Exkursionen) zur Ausstellung selbst wurde die Ringvorlesung gleichen Titels als 2. Säule des Gesamt-Projektes in Kooperation mit dem Fachbereich Philosophie der Johannes Gutenberg Universität Mainz (JGU) durchgeführt, aufgenommen in das Semesterprogramm im WS 2016/2017 des „Studium Generale“ der JUG.

Besonders gelungen waren:

a) Die Beziehung des architektonisch hochwertigen Kirchenraums der Mainzer-ESG mit seinen überaus großen Wandflächen als Ausstellungsfeld der großflächigen COSMOS-Gemälde von Bernd Zimmer. Der Künstler, der ja international viele hochprofessionell ausgeführte Ausstellungen seiner Kunst auf der ganzen Welt kennt, war überaus angetan von der Mainzer Präsentation.

b) Das Niveau der Vorlesungen und die Resonanz auf die gesamte Vorlesungsreihe auch noch in der 2. Semesterhälfte und das Begleitprogramm (z.B. nur ein Detail: die Exkursion zur ESA (Europäische Weltraumkontrollstation) nach Darmstadt musste / konnte zweimal wegen der großen Nachfrage wiederholt werden – voll ausgebucht )

c) Inhaltlich konnte ein aktuell sehr wichtiges Thema „Erforschung des Weltalls“ mit seinen – damit verbundenen - Weitungen des Weltbildes in den theologischen Zusammenhang der Biblischen Frage aus Psalm 8 „Wenn ich schaue, den Mond und die Sterne, die Du geschaffen hast, was ist der Mensch?“ gestellt werden.

d) Das Beziehungsgefüge von christlichem Glauben und Naturwissenschaft konnte exemplarisch und überaus anschaulich an den Beispielen von Kunst und den modernsten Darstellungen des Weltalls (z.B. über die „COSMOS-Video-Reihe“ oder das Redshift-8-Premium "PLANETARIUM", ein virtuelles Weltraum-Labor) thematisiert werden.

e) Hinzu kamen die Info- Stelen zur Thematik "PHYSIK - TRANSZENDENZ"
(mit Texten u.a. von Niels Bohr, Albert Einstein, Werner Heisenberg, Max Planck, Erwin Schrödinger, Carl Friedrich von Weizsäcker ). Sie waren Anknüpfpunkte für die Ausstellungsbesucher und wurden insbesondere auch in den Führungen als Bezugspunkte für den Dialog von „Naturwissenschaft und Glaube“ genutzt.

f) Die Thematisierung von diversen „Welt-Bildern“ - u.a. Indische Kosmogonie, Edda, Bronzezeit / „Himmelsscheibe“ – bis hin zur Vorlesung und Diskussion zur Entwicklung des Universums aus physikalischer Sicht vom „Urknall“ vor angeblich 14 Milliarden Jahren bis heute von einem hochrangigen Astro-Physiker waren und sind nicht zuletzt für eine „lernende und auch Position beziehende Theologie“ von Bedeutung. Auch bei diesem Projekt war die Bereitschaft aus so vielen Fakultäten der Johannes Gutenberg-Universität und auch darüber hinaus zu Kooperation mit Ev. Kirche bzw. konkret der Ev. Stadtkirchenarbeit Mainz überaus ermutigend.

g) Angesichts der Fakten im Kontext der neuesten Erkenntnisse der Weltraumforschung stehen für den Initiator dieses Vorhabens neben dem Respekt für die Leistungen der modernen Weltraumtechnik das Staunen über Schöpfung und den Schöpfer nachhaltig im Vordergrund der eigenen Lernerfahrung aus diesem Vorhaben.

„AUFRECHTE DEMUT“ als angemessene Grundhaltung auf die Frage des Psalmisten in Psalm 8 „Was ist der Mensch?“ ist der Lernertrag für mich ganz persönlich aus dem Projekt „Schöpferischer Kosmos“.
Und damit stehe ich, wie ich es in vielen Gesprächen und Begegnungen in der Ausstellung und dem Begleitprogramm persönlich erlebt habe,
nicht allein.

GOTT sei Dank.

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