Evangelische Stadtkirchenarbeit Mainz
Das Ev. Dekanat Mainz bietet unter dem JAHRESTHEMA  "E U R O PA" für 2018 diverse Veranstaltungen an.
Die Ev. Stadtkirchenarbeit Mainz trägt dazu - aktuell - 2 Vorhaben bei:


(A)

"TE DEUM" - HERR GOTT, wir loben DICH.

Das Europa mitstiftende Erbe der Zisterzienser – heute auch in Evangelischer Verantwortung

„Ein radikaler Neubeginn stand am Anfang: Abkehr von Pomp und Prunk der Kirche Roms. Rückkehr zum authentischen Christentum sowie Demut vor der Schöpfung. Ihre Askese zeigt sich auch in ihrer Architektur der Romanik und Gotik. Auch heute sehen sie sich als Bewahrer christlicher Mystik, die in ihrem Orden auf eine lange Tradition zurück blickt.“ Mit diesen – teilweise fast reformatorisch klingenden - Worten charakterisiert die DVD-Dokumentation „Te Deum – ein Leben für Gott und die Menschen“ : die Zisterzienser. Dieser Filmbeitrag steht im Mittelpunkt der 1 Veranstaltung dieses zweiteiligen Projektes. In seiner Einführung beleuchtet Pfarrer Rainer Beier u.a. auch die positive Würdigung Martin Luthers von Bernhard von Clairvaux, einem der „Gründerväter“ dieses Ordens, der ein „Mahnschreieben“ an den Papst verfaßte, sowie Luthers eigene Position zum Mönchtum Die Zisterzienser sind wichtige religiöse Botschafter und Kulturträger von besonderem Rang in der Perspektive des „Europa der Klöster“. Eine Vielzahl der Zisterzienser Klöster gehört heute in die Verantwortung der so genannten „Evangelischen Erben“. Diese Vereinigung trifft sich vom 22. bis 25. April 2018 zu ihrer Jahrestagung im Kloster Arnsburg bei Lich (www.kloster-arnsburg.de) In Absprache mit der Leitung ist eine Teilnahme von Gästen gerne möglich. Beim 1. Informations- und Anmeldeabend werden die entsprechenden Absprachen (z. B. Fahrgemeinschaften) abgestimmt.

Rezension:

Rückkehr zur Demut (Untertitel) - das ist das Programm der Kloster-Reformbewegung der Zisterzienser im 11. und 12. Jhdt. Ausgehend vom französischen Citeaux, - daher auch der Name - , überzieht die Reformbewegung ganz Europa und will die Klöster zu ihren einfachen Ursprüngen zurückführen. Symbolisch dafür mag der für die Zisterzienser typische "Dachreiter" zu sein: kein wirklicher Kirchturm, sondern nur ein kleiner, auf das Dach aufgesetzter Turm. - Das Kloster (lat. claustrum = das Abgeschiedene) ist ein von der Außenwelt abgeschlossener Lebenbereich einer Gemeinschaft aus Männern oder Frauen. Die Begründung für das Mönchtum leitet sich biblisch wesentlich aus Mt 19,12 und Mt 19,27 ab. Die Ordensregeln gehen im Abendland auf Benedikt von Nursia (480-547) und die Benedikts-Regel zurück, die gern auf die Formel "Ora et labora" (Bete und arbeite) gebracht wird. Das Kloster hat die abendländische Kulturgeschichte entscheidend geprägt und zur Stadt- und Wirtschaftsentwicklung im Mittelalter elementar beigetragen. Die Dokumentarfilmreihe „Te Deum“ stellt Glaubensinhalte und die Entstehungsgeschichte von sechs Ordensgemeinschaften vor, darunter auch die Zisterzienser, die für die Reform des westlichen Mönchtums von fundamentaler Bedeutung sind.

Herzliche Einladung:

1. Treffen mit Einführung, Film und Absprachen im Raum "Erfurt" , Haus der Evangelischen Kirche, Kaiserstr. 37 (4.OG ) - 55 116 Mainz
Mittwoch, 7.März 2018 um 18.15 Uhr

2. Individuell frei ausgewählte Teilnahme an der Jahrestagung der „Evangelischen Zisterziensererben“ im Kloster Arnsburg (www.evangelische-zisterzienser-erben.de/)
Sonntag, 22. bis 25. April 2018

....................................................................................................................................................................................


(B)

(Arbeitstitel)

"Germanisierung des Christentums in Europa
und ihre Spuren bis heute“

Vortrag:
Prof. Dr. Rudolf Simek

Informationen zum Referenten:

Von 1972 bis 1976 studierte Simek Germanistik, Philosophie und katholische Theologie. Im Jahr 1976 war er zunächst für kurze Zeit als Lehrer an einer Hauptschule tätig, ehe er an der University of Edinburgh sein erstes Lehramt an einer Hochschule antrat, das er bis 1979 ausführte. Nach der Promotion 1980 und dem Magister der Theologie 1981 in Wien, wo er sich 1990 habilitierte, leitete Simek bis 1995 die Fachbibliothek des dortigen germanistischen Instituts und war von 1981 bis 1989 als Dozent tätig. Die Dozentenstelle behielt er bis 1995. Von 1990 bis 1995 hatte Simek gleichzeitig eine Professur für Germanistik an der Katholischen Universität von Heiligenkreuz inne.

Seit 1995 ist er Professor und Lehrstuhlinhaber für Ältere Germanistik mit Einschluss des Nordischen an der Universität Bonn. 1999 erhielt er eine Professur für Vergleichende Religionswissenschaft an der Universität Tromsø, 2000 an der Universität Sydney für Altnordische Studien. Zu diesen ordentlichen Professuren kommen zahlreiche Gastprofessuren und Dozentenstellen an europäischen und außereuropäischen universitären Bildungsstätten. Längere Forschungsaufenthalte hatte er an den Hochschulen von Reykjavík, Kopenhagen, London, Oxford und Sydney. Von 2000 bis 2003 war Simek Vorsitzender der Internationalen-Saga-Gesellschaft.

Simek ist die direkte Vorlage für die Figur des „Professor Weissinger“ in Tommy Krappweis' Romantrilogie „Mara und der Feuerbringer“. In der gleichnamigen Verfilmung 2015 spielte Simek die Rolle des Lehrers Haase.


Mittwoch, 24. Oktober 2018 um 18.15 Uhr

im Raum "Erfurt", Haus der Evangelischen Kirche, Kaiserstr. 37 ( 4. Stock ) - 55 116 Mainz

.......................................

Weitere Informationen und Anmeldung:
Pfarrer Rainer Beier, Ev. Stadtkirchenarbeit Mainz, Ev. Dekanat Mainz, Kaiserstr. 37 (3.OG) / 55 116 Mainz - Telefon: 06131 – 96 004 31, www.mainz-evangelisch-stadtkirchenarbeit.de/ EUROPA-Zisterzienser-E

Impressum Kontakt adhoc cms Login